HISTORIE - SV Schierstein 1913 e.V.

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HISTORIE

Vorwort:
Da der Verein kein vollständiges Archiv besitzt, sind wir für  Informationen und Material jeglicher Art (Fotos, Zeitungsausschnitte...)  sehr dankbar.
   
Wir hoffen, dass sich in Zukunft alle Interessierten einen Überblick über die Historie des Vereins verschaffen können.
   
Sicher lebt der Verein im Hier und Jetzt, doch viele Themen sind so  alt wie der Verein selbst und für manches Problem wurde in der  Vergangenheit bereits eine probate Lösung gefunden. Warum dann also  wieder und wieder das Rad neu erfinden?
   
Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern.

1913  Der Anfang
   Mit dem Umsichgreifen der Ideen von Turnvater Jahn und der durch neue  soziale Schichtungen beeinflussten positiven Einstellung zu "Körper-  und Leibesertüchtigugen" wurden überall sogenannte Arbeitersportvereine  gegründet, die im Arbeiter-Turn- und Sportbund zusammengeschlossen  waren.
   So kamen auch im Mai 1913 im "Deutschen Hof" junge Leute zusammen, um  die FREIE TURNERSCHAFT SCHIERSTEIN zu gründen.
Auf der  Gründungsversammlung trugen sich folgende Mitglieder ein: Chr. Wink,  Kaltwasser, Ebert, L. Schäfer, Gg. Schäfer, Fr. Schäfer, Neumann, Chr.  Hilscher, Palmerich, Fr. Hettler, Ph. Schäfer I, Ph. Schäfer II, Joh.  Moser und Jak. Moser.
   
Innerhalb kurzer Zeit kamen immer mehr neue Mitglieder hinzu und bald  verfügte der junge Verein über eine stattliche Zahl aktiver Sportler,  deren Begeisterung und Engagement kaum Grenzen kannte.
   
Im Herbst 1913 fand im "Deutschen Hof" das erste Stiftungfest statt.  Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt Sportgeräte im Wert von 3.000 Mark  angeschafft, für deren Bezahlung sich die Mitglieder verbürgten. Für die  damalige Zeit waren 3.000 Goldmark eine ungeheure Summe, die aber von  den Idealisten aufgebracht wurde.  

So kamen auch im Mai 1913 im "Deutschen Hof" junge Leute zusammen, um  die FREIE TURNERSCHAFT SCHIERSTEIN zu gründen. Auf der  Gründungsversammlung trugen sich folgende Mitglieder ein: Chr. Wink,  Kaltwasser, Ebert, L. Schäfer, Gg. Schäfer, Fr. Schäfer, Neumann, Chr.  Hilscher, Palmerich, Fr. Hettler, Ph. Schäfer I, Ph. Schäfer II, Joh.  Moser und Jak. Moser.
   
Innerhalb kurzer Zeit kamen immer mehr neue Mitglieder hinzu und bald  verfügte der junge Verein über eine stattliche Zahl aktiver Sportler,  deren Begeisterung und Engagement kaum Grenzen kannte.
   
Im Herbst 1913 fand im "Deutschen Hof" das erste Stiftungfest statt.  Der Verein hatte zu diesem Zeitpunkt Sportgeräte im Wert von 3.000 Mark  angeschafft, für deren Bezahlung sich die Mitglieder verbürgten. Für die  damalige Zeit waren 3.000 Goldmark eine ungeheure Summe, die aber von  den Idealisten aufgebracht wurde.  

   
1914  Der erste Weltkrieg
Die jungen Sportler konnten sich jedoch nicht lange ihres Vereins  erfreuen, denn im August 1914 begann der erste Weltkrieg, der die  meisten Mitglieder zwang, das Turnhemd mit dem feldgrauen Rock zu  tauschen. Das Vereinsleben wurde mehr und mehr lahmgelegt und die noch  nicht militärpflichtigen Mitglieder schlossen sich der Freien  Turnerschaft Wiesbaden an, die den Sportbetrieb noch notdürftig aufrecht  erhielt.
   
So gingen die Jahre dahin, die immer mehr Leid und Not brachten. Und  dann war der letzte Schuss verhallt. Der Krieg war vorbei. Die  Überlebenden kehrten in die Heimat zurück, doch Viele waren gefallen.

   
1918  Die Besatzungszeit
Im November 1918 besetzten die französischen Truppen unser  Schierstein. Eine Besatzung, die fast 12 Jahre dauern sollte. In den  Anfangsjahren machte sich die Besatzung für den Sportbetrieb sehr  nachteilig bemerkbar, denn fast alles musste erst genehmigt werden. Eine  solche Genehmigung zu bekommen, war oft nicht einfach. Aber trotz aller  Schwierigkeiten - oder vielleicht gerade deshalb - ging der Weg des  Sports steil bergauf.
   
Die Mitglieder fanden sich zusammen und Ende 1918 nahm der Verein  seinen Turn- und Sportbetrieb wieder auf. Die Arbeit des Vereins war  vielseitig und auf breiter Basis angelegt. Neben den klassischen  Turnübungen wurde noch Faustball und Raffball gespielt.
   
Unsere Turner waren sehr erfolgreich, aber auch die Damenabteilung  unter der Leitung von Chr. Wink zeigte beachtliches Können. Im Laufe der  Jahre wurden zahlreiche Einzel- und Mannschaftssiege bei den  verschiedensten Wettbewerben errungen. Auch an dem  Arbeiter-Bundes-Turntreffen in Leipzig nahmen unsere Aktiven teil und  man konnte schöne Siege mit nach Schierstein bringen.

   
1922  Der Fußball rollt
Aber dies genügte den Mitgliedern noch nicht, denn Fußballbegeisterte  machten auf einer Versammlung den Vorschlag, man solle doch im Verein  auch den Fußballsport neben den anderen Sportarten betreiben. Der  Vorschlag fand Zustimmung und König Fußball, damals  noch ein junger  Prinz, hatte wieder neue Anhänger gefunden.
   
Das Fußballspiel war nicht unbekannt, denn man hatte vorher schon  einige Freundschaftsspiele ausgetragen. Aber ein richtiger Spielbetrieb  begann erst im Jahre 1922 mit der Meldung einer Mannschaft zu den  Meisterschaftsspielen.
   
Der Arbeiter-Turn und Sportbund hatte auch einen eigenen  Fußballverband, in dessen Bezirksgruppe man die Spiele begann. Als  Spielort diente der alte Sportplatz am Hafen, auf dem bis 1951 die  Spiele ausgetragen wurden.
   
Der Verein hatte gutes Spielermaterial, das durch planmäßiges  Training steig verbessert wurde. Die Fußballer wurden auch nicht  einseitig, da nicht nur Fußball gespielt, sondern auch weiter geturnt  wurde.
   
Bereits im ersten Spieljahr wurde ein guter Tabellenplatz im vorderen Drittel belegt.
1923 Meisterschaft im Jubiläumsjahr
Als der Verein im Jahre 1923 sein zehnjähriges Stiftungsfest feierte, errangen die Fußballer die Meisterschaft und stiegen in die Bezirksklasse, die Vereine von der Lahn bis nach Bad Kreuznach umfasste, auf.

Nachstehend die Meistermannschaft: Jütte, Diedrich, Klee, Fr. Schäfer, Zimmermann, F. Grachul, Ad. Grachul, Träger, Ph. Schäfer I, A. Gänssler, M. Gänssler
1927 Meister der Bezirksklasse
In der Saison 1926/1927 glückte der große Wurf und die Meisterschaft der Bezirksklasse wurde mit folgender Mannschaft errungen:
Theiss, Diedrich, Klee, P. Brousseaud, Zimmermann, Dietz, Winter, Ph. Schäfer II, Ph. Schäfer I, Dadischek, K. Gänssler

Die Aufstiegsspiele zur höchsten Spielklasse mussten 1927 aus finanziellen Gründen (bedingt durch die damalige Arbeitslosigkeit) abgebrochen werden. Die Enttäuschung war natürlich groß und es galt Tiefpunkte im Vereinsleben zu überwinden. Aber der Verein erholte sich bald wieder und auch der Platz in der Nezirksklasse blieb ungefährdet.

1933 Das Ende
Dann kam das Jahr 1933, das einen politischen Erdrutsch in Deutschland brachte. Der Arbeiter-Turn- und Sportbund wurde aufgelöst, die Arbeitersportvereine verboten. Auch unser Verein fiel diesem Verbot zum Opfer. Das Vereinsvermögen im Werte von 5.000 Reichsmark wurden beschlagnahmt, dazu die unersetzlichen Erinnerungsstücke wie Pokale, Urkunden und Bilder. Der Verein hat von diesen Dingen nie etwas zurück erhalten.
Die Arbeit vieler Jahre zum Wohle des Sports wurde so mit einem Schlage vernichtet. Aber trotz des Verbots hielten die Mitglieder untereinander auch in den kommenden Jahren die Verbindung aufrecht. Die alte Kameradschaft, die sich jahrelang bewährt hatte, konnte nicht aufgebrochen werden.

1946 Der Neubeginn
Wieder war ein Krieg verloren, der mit einer furchtbaren Katastrophe geendet hatte und wieder hatte so mancher das schreckliche Ende nicht mehr erlebt. Die Verhältnisse waren weit schlimmer, als sie es 1918 nach dem ersten Weltkrieg waren. Hunger, Not und Elend traten die Herrschaft an, doch nachdem die ersten Monate vergangen waren, regte sich das Leben und man hatte auch wieder andere Interessen, als nur die Sorge um das tägliche Brot.

So fanden sich im Januar 1946 die alten Mitglieder zusammen, um über die Zukunft des Vereins zu beraten. Es war eine traurige Bilanz, die gezogen werden musste: Man stand buchstäblich vor dem Nichts. Von dem einstmals gutgestellten Verein war nichts mehr übrig geblieben.
Trotzdem beschlossen die Unverzagten, den Verein wieder an das Licht der Öffentlichkeit zu führen. Die beantragte Lizenz wurde von der amerikanischen Militärregierung erteilt und der Verein erhielt den Namen Turn- und Sportverein 1913 Wiesbaden-Schierstein.

Unter der Führung von Ph. Lasser ging man an den Neuaufbau. Jedes einzelne Stück musste unter persönlichen Opfern der Mitglieder herbeigeschafft werden. Allen, die damals in dieser schwierigen Zeit das Vereinsschiff wieder flott gemacht haben, sei an diser Stelle mit Dank und Anerkennung gedacht.

Dann endlich war es soweit: Der Verein startete seine erste öffentliche Veranstaltung nach dem Krieg. Im Frühsommer 1946 wurde auf dem alten Platz am Hafen das erste Freundschaftsspiel gegen den SV Johannisberg ausgetragen. Unsere Mannschaft mit K. Haibach, Klee, Ehrengart, Konr. Haibach, W. Haibach, H. Laumann, Sauerwein, Gg. Brousseaud, Ph. Schäfer I, E. Laumann und Buske siegte mit 4:3 Toren, obwohl der Großteil der Mannschaft bereits im Alter zwischen 38 und 48 Jahren war.
1947/48 Wieder im Spielbetrieb
Eine verjüngung der Mannschaft war dringend erforderlich, wenn der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden sollte. Es kamen neue Spieler, die mit den älteren Kräften zu einer schlagkräftigen Mannschaft zusammengefügt wurden.
1947/1948 trat man mit zwei Mannschaften, unter der Leitung des Spielausschussvorsitzenden Ph. Schäfer I, in die Verbandsspielrunde der B-Klasse Wiesbaden ein. Am Ende der Saison konnte man einen guten Platz im Mittelfeld einnehmen.
Auch die Turnabteilung hatte sich neu formiert und konnte ihre Arbeit erfolgreich gestalten.

1950 Die Trennung
Viele Heimatvertriebene waren mit den Schiersteinern zu einer guten Gemeinschaft zusammengewachsen und man hätte mit dem erreichten zufrieden sein können...
Doch innerhalb der Turnabteilung machte sich mehr und mehr der Drang zur Selbstständigkeit bemerkbar, der schließlich 1950 in den "Germania-Stuben" bei Fritz Haas zur Trennung führte.
Nach einer stürmischen Mitgliederversammlung erklärten die Turner ihre Abspaltung und gründeten einen neuen Verein unter der Bezeichnung "Freie Turnerschaft Wiesbaden-Schierstein".
Der Austritt der Turnabteilung erschütterte den Verein schwer, der seit diesem Zeitpunkt den Namen "Sportverein 1913 Wiesbaden-Schierstein" führt. Man widmete sich nur noch dem Fußballsport und der Jugendarbeit.
Es war eine böse Zeit für die 13er, als Walter Pohl mit einem verjüngten Vorstand die Geschicke des Vereins in die Hand nahm. Aber keine Rückschläge konnten Pohl entmutigen, keine Arbeit war ihm zu viel und wenn seine Mitarbeiter einmal den Mut verloren, dann war er es, der immer wieder einen Ausweg fand.
Was Walter Pohl für die Vereinsarbeit war, das war Georg Brousseaud für die Aktiven. "Schorsch" war als Übungsleiter und Mannschaftskapitän die Seele des Spielbetriebs. Er führte dem Verein neue talentierte Spieler zu und verjüngte so die Mannschaft. Für seine 13er war ihm nichts unmöglich und das blieb jahrelang so, bis ein schwerer Autounfall seiner sportlichen Laufbahn ein Ende setzte.
1952/53 Der Skandal und die neue Heimat
Der Verein spielte nun in der B-Klasse Rheingau und die 1. Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg. Größter Rivale war Viktoria Biebrich, mit der man Kopf an Kopf in der Tabelle lag. Schließlich konnte sich unsere Mannschaft doch deutlich absetzen und lag am vorletzten Spieltag uneinholbar auf dem 1. Tabellenrang.
Da stellte sich heraus, dass der Verband die Freigabe von einem Spieler der 1. Mannschaft zu früh erteilt hatte. Unseren Verein traf keine Schuld - aber der Traum vom Aufstieg war ausgeträumt, da alle Spiele wiederholt werden mussten. Die Belastung war jedoch zu groß, so dass man auf die Nachholspiele verzichtete.
So landete unsere 1. Mannschaft abgeschlagen auf dem 9. Tabellenrang.
In der Zwischenzeit hatte man auch den alten Sportplatz am Hafen den Amerikanern überlassen müssen und der Verein siedelte zum neuen Sportplatz Saareck um.

1953/54 Mittelmaß Teil 1
Das Jahr 1953/54 brachte den 5. Platz in der B-Klasse Wiesbaden. Es waren gute Spieler vorhanden und Trainer Oskar Rossel verstand sein Handwerk, trotzdem wollte die Mannschaft in den Punktspielen nicht richtig in Schwung kommen, während man bei Freundschaftsspielen hervorrganede Partien ablieferte.

Am Fronleichnamstag 1954 nahm unsere Mannschaft in Kiedrich an einem Pokalturnier teil und erreichte den 2. Platz. Endspiel: SV Ffm.-Bockenheim - Schierstein 13 1:0
1954/55 Mittelmaß Teil 2
Die Saison 1954/55 bescherte unserer 1. Mannschaft den 9. Platz in der B-Klasse Wiesbaden. Die Probleme aus der Vorsaison bestanden weiterhin.
1955/56 Vizemeister und ein Wiedersehen
In der Verbandsspielrunde 1955/56 wurde die B-Klasse Wiesbaden in zwei Gruppen aufgeteilt und unser Verein spielte in der Gruppe 2. Unsere Mannschaft wurde in dieser Saison 2. hinter Amöneburg. Die Mannschaft spielte mit folgenden Spielern: H. Müller, Weber, Schäfer, Püschel, Boss, Bischof, J. Herwig, F. Müller, Gg. Brousseaud, Heidl, Maßfeller

Am 14.08.1955 gewann unsere Mannschaft ein Pokaltunier in Wehen durch ein 2:0 in Endspiel gegen Niedernhausen.

Neben diesem spielerischen Erfolg gab es auch ein Wiedersehen mit einem befreundetem Verein. Im Früjahr 1956 erreichte uns ein Schreiben aus dem Saargebiet von dem Sportverein 1919 Oberlinxweiler. Die Sportfreunde waren 1926 Gäste unseres Vereins und sie hatten das schöne Schierstein am Rhein nicht vergessen. Nach einigen Briefen und einer Einladung zu Pfingsten tarfen dann die Gäste zu Pfingstsonntag ein. Im Vereinslokal Ambrosius wurden sie durch den 1. Vorsitzenden Pohl, sowie einem einem Vertreter des Hessischen Fußballverbandes und des Verkehrsvereins Schierstein begrüßt. Alle Gäste waren bei Mitgliedern untergebracht . Am Nachmittag traten sich die Mannschaften von Oberlinxweiler und Schierstein 13 gegenüber, wobei die Gäste eine original Grubenlampe als Zeichen ihrer Heimat überreichten, während der Vertreter unseres Vereins einen gestickten Wimpel in unseren blau-roten Farben als Erinnerung übergab. Das Spiel endete mit einem 1:0 Sieg für unsere Mannschaft.

1956 Turniererfolge
Am 15.07.1956 erreichte unsere Mannschaft den 3. Platz in einem Pokaltunier in Wehen. Das Spiel um Platz 3 endete 3:2 gegen Kemel.
Am 05.08.1956 verbesserte sich unsere Mannschaft auf den 2. Platz bei einem Pokalturnier in Hahn. Obwohl das Endspiel torlos 0:0 endete wurde der Turnerbund Wiesbaden per Losentscheid zum Turniersieger gezogen.
Vom 12. bis zum 15.08.1956 nahm unsere Mannschaft an einem internationalen Pokalturnier in Obercorn (Luxemburg) teil und erreichte den 2. Platz.
12.08.1956: Red Boys Differdingen - Schierstein 13 10:0 (6:0)
Die 13er hatten das Pech gegen den mehrfachen luxemburgischen Pokalmeister, der in der höchsten Spielklasse (Ehrendivision) spielte, antreten zu müssen. Unsere Mannschaft bot trotz der hohen Niederlage eine beachtliche Leistung. Ab der 10. Spielminute musste sie durch Verletzungen das Spiel mit 9 Mann durchstehn. Außerdem machten sich die Anstrengungen der Reise bemerkbar und der Gegner, welcher 5 Nationalspieler in seinen Reihen hatte, ließ den 13ern keine Chance mehr.
15.08.1956 Luna Obercorn - Schierstein 13 1:6 (1:3)
Eine kräftige Überraschung erlebten die Zuschauer, als die deutschen Gäste zum Spiel um Platz 2 antraten. In einem schönen Spiel kam unsere Mannschaft zu einem deutlichen Sieg, der auch in dieser Höhe verdient war.

Platzierungen:
1. Red Boys Differdingen
2. SV 1913 Schierstein
3. FC Obercorn
4. Luna Obercorn

Das Turnier war für die Schiersteiner Teilnehmer ein unvergessliches Erlebnis. Der Mannschaft wurden zahlreiche Auszeichnungen zuteil und man kann abschließend sagen, dass die 13er bei ihrem ersten internationalen Start den deutschen Fußball würdig vertreten haben.
1956/57 Der Aufstieg
Das Spieljahr 1956/57 brachte mit dem Aufstieg in die A-Klasse den Lohn für jahrelange Arbeit.
Hier die Abschrift des Artikles des Wiesbadener Kuriers : "Schöner Saisonfeierabend für Schierstein 13. Ein befreiendes Lachen der Schiersteiner nach dem 2:0 Sieg über den alten Rivalen Freudenberg im letzten Punktspiel der B-Klassen-Saison löste alle bis dahin angestaute Spannung und Sorge in ein Nichts auf. Das Ziel ist erreicht: Schierstein 13 ist Gruppensieger und damit aufstiegsberechtigt in die A-Klasse Wiesbaden/Rheingau. Die Bilanz weist 25:7 Punkte und ein Torverhältnis von 40:19 auf.

Walter Pohl, der erste Vorsitzende der "13er", wird sich nur ungern all der Enttäuschungen erinnern, da die Schiersteiner in den vergangenen Jahren gar manches Mal dem erstrebten Aufstiegsziel so nahe waren, es im letzten Augenblick dann aber doch nicht erreichten. Um so größer ist jetzt die Freude, gleichermaßen bei Aktiven wie Vorstandsmitgliedern.

Dank gebührt den 19 Spielern, die in den Meisterschaftsspielen mitwirkten. Dank dem Spielausschuß mit deinem Vorsitzenden Ph. Schäfer I und nicht zuletzt dem Leiter des Übungsbetriebes, dem dem SVW-Vertragsspieler Fritz Aßmann, der sich mit "seinen" Schiersteinern viel Mühe gab und ihnen auch manches beibringen konnte, wie der Erfolg bestätigt.

Insgesamt gab die Mannschaft sieben Punkte ab. Zwei davon in der Vorrunde (3:7 in Niedernhausen) und fünf in der Rückrunde (2:2 in Bad Schwalbach, 2:3 in Hahn, 0:1 gegen Bleidenstadt), wobei das Spiel gegen Bleidenstadt nur die einzige Heimniederlage darstellt, sondern auch - da völlig unerwartet - eine gewisse Ernüchterung auslöste. In der Vorrunde war die Mannschaft stets in Front, eine Führung, die sie auch nach der beunruhigenden 2:3 Niederlage in Hahn nicht abgab.

Die 40 Schiersteiner Tore schossen:
Herbert Schmidt (10), Gg Brousseaud (8), Fritz Müller (6), Kurt Remagen (5), Kurt Heidl (4), Adolf Maßfeller (3), Josef Herwig (2), Rudi Herwig (1), Karlheinz Bischoff (1).

Der Altersunterschied war unter den einzelnen Spielern recht erheblich. Zählte der "Benjamin" Josef Herwig ganze 19 Lenze, so ist der Senior Heidl schon 41. Von den 19 verwendeten Spielern machten Georg Brousseaud (Spielführer), Schäfer und Boss sämtliche Punktspiele mit. Einmal fehlten Herbert Schmidt und Maßfeller. Zur Meisterelf zählen außerdem: Bischof, Wrobel, Galle, Püschel, Horst Müller, Fritz Müller, Remagen, Heidl, Isaak, Jahnke, Josef Herwig, Rudi Herwig, Weber und Jantsch."

Ein wichtiger Punkt der Vereinsgeschichte war erreicht, der mit einer schönen Meisterschaftsfeier am 25.05.1957 in der Turnhalle in Schierstein gekrönt wurde.
1958/59 Der Abstieg
Leider musste Schierstein 13 nach 2 Jahren die A-Klasse wieder verlassen und wieder in die B-Klasse Wiesbaden absteigen. Bedingt durch Verletzungen und Abwanderungen musste eine verjüngte Mannschaft gestellt werden, die trotz größter Tapferkeit den Klassenerhalt nicht sichern konnte.

1961/62 Turniere und Pokalspiele
Am 14.05.1961 erreichte unsere Mannschaft in Planig bei Bad Kreuznach bei einem Pokalturnier den 2. Platz. Das Endspiel gegen den SV Beul 06 aus der 2. Amateuerliga Mittelrhein endete 2:0.

Ergebnisse der Pokalspiele:
16.06.1961
Schierstein 13 - TuS Rambach 3:2 (0:2)

07.10.1961
SG Germania Wiesbaden - Schierstein 13 2:2 nach Verlängerung

03.08.1962
FVgg Kastel 06 - Schierstein 13 4:1 (2:1)

Am 12.08.1962 erreichte unsere Mannschaft bei einem Pokalturnier in Walluf den 2. Platz. Das Endspiel endete 3:0 für die Spvgg. Eltville.

1963 50 Jahre Schierstein 13
Im Jahr 1963 feierte der Sportverein 1913 Schierstein sein 50 jähriges Bestehen.

Im Jubiläumsjahr befanden sich 6 Mannschaften im Spieltrieb: 1. Mannschaft, 2. Mannschaft, AH-Mannschaft, B-Jugend, C-Jugend, D-Jugend. Außerdem waren die Betriebsmannschaften der Firmen Söhnlein Rheingold und Trepel KG dem Verein angeschlossen.
1964/65 Die Torfabrik
In der Saison 1964/65 erreichte die 1. Mannschaft den 5. Tabellenrang mit 42:12 Punkten, erzielte dabei aber 125 Tore und stellte damit den besten Sturm der Liga.
Norbert Schlemmer erzielte unglaubliche 45 Tore in 20 Spielen.

1966/67 Die Diva vom Saareck
In der Saison 1966/67 in der neuen B-Klasse Rheingau wurde man Vorletzter mit 17:43 Punkte und 51:97 Toren.
Durch das stete auf und ab wurde das Markenzeichen der "Diva vom Saareck" geprägt.

1965 Der Rückschlag
Die gesamte hoffnungsvolle Jugend verließ den Verein, weil ältere Spieler nicht erkennen ließen, dass sie absehbarer Zeit bereit seien, für die Jüngeren Platz zu machen. So kosteten diese Eitelkeiten den Verein ein Stück Zukunft.

1971/72 Der Neuaufbau
Irgendwann macht es auch dem treuesten Spieler oder Anhänger eines Vereins keinen Spaß mehr, über Jahre hinweg mehr schlecht als recht über die Runden zu kommen und so entschloss man sich, Nägel mit Köpfen zu machen.
Durch die guten Kontakte des neuen Spielertrainers Norbert Schlemmer, der nach Schierstein zurückgekehrt war, kamen allein neun Spieler aus Walluf neu in den Verein.
Die Saison 71/72 war eine Saison, in der es endlich wieder Spaß machte, der Mannschaft zuzusehen. Wenn auch am Ende "nur" ein dritter Platz heraussprang, so hatte die Mannschaft durch ihre Leistungen zwischenzeitlich den Wiesbadener Kurier zu der Schlagzeile veranlasst: "Wer stoppt Schierstein 13?"
Hintere Reihe: J. Bailleu, Anger, Fiedler, Haut, B. Bouillon, Lieb, J. Etz, S. Müller, N.Etz, Trainer Norbert Schlemmer;
vordere Reihe: M. Etz, Fetsch, Frohring, Karp, Petry, Walter
1988 Das Jubiläumsjahr
Im Jahr 1988 feierte der Verein sein 75 jähriges Bestehen.

Der Vorstand im Jubiläumsjahr setzte sich wie folgt zusammen:
Walter Pohl (Ehrenvorsitzender), Norbert Plaar (1. Vorsitzender), Dieter Gommert (2. Vorsitzender), Jürgen Echternacht (1. Schriftführer), Inge Müller (1. Kassiererin), Ingrid Maier (2. Kassiererin), Joachim Bailleu (Spielausschussvorsitzender), Uwe Fiedler (Beisitzer für Öffentlichkeitsarbeit), Bernd Bouillon (Spielausschuss), Norbert Etz (Spielausschuss), Siegfried Müller (Spielausschuss)

Die 1. Mannschaft
(es fehlen: Groß, Wiechert)
Hintere Reihe v. l.: Spielausschussvors. Atze Bailleu, Angerer, Fiedler, Haut, Bouillon, Lieb, J. Etz, Müller, N. Etz, Trainer Norbert Schlemmer.
Vordere Reihe v. l.: M. Etz, Fetsch, Frohring, Karp, Petry, Walter (es fehlen: Groß, Wiechert).
Die 2. Mannschaft
 (es fehlen: Cafer, Spahn, Speicher, Uysal, Weber)
Hintere Reihe: Trainer Schlemmer, K. D. Malkmus, Altz, Karp, Lifka, Kubat, Fiedler, Maier, R. Malkmus, C. Müller, Bailleu;
vordere Reihe: Petry, Tatzel, Goekce, M. Etz, Jerke, S. Müller, Huth, Gommert   
1989  Die Einweihung
Im Jahr 1989 wurde das Funktionsgebäude und das Vereinsheim auf der Sportanlage Saareck fertiggestellt.
   
   Hier die Rede des 1. Vorsitzenden Bernd Feldhäuser anlässlich der offiziellen Einweihung am 29.06.1990:
   
 "Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Gäste, Freunde und Mitglieder des SV Schierstein 13.
Der Wiesbadener Oberbürgermeister Achim Exner, der wegen der  gleichzeitigen Eröffnung der Gibber Kerb leider verhindert ist, und der  SV Schierstein 13 haben zur Einweihung des Funktionsgebäudes und des  Vereinsheims hier ans Saareck eingeladen.
Besonders herzlich begrüße ich dazu Herrn Stadtrat Klaus Bensberg und  die Vertreter der Stadt Wiesbaden, sowie den Schiersteiner  Ortsbeiratsvorsitzenden Dieter Horschler und die Vertreter der  Schiersteiner Vereine und Organisationen.
Ebenso herzlich begrüße ich die Repräsentanten des Hessischen  Fußballverbandes, der Wiesbadener Presse und diejenigen unter uns, die  durch ihre aktive Mithilfe oder durch ihre großzügige Unterstützung  dieses Bauvorhaben zum guten Ende gebracht haben.
   
   Liebe Gäste, bei solchen Anlässen ist es Tradition, dass Reden  gehalten werden. Ich will mit dieser Tradition nicht brechen, mich aber  auf einige Dinge beschränken, damit wir gemeinsam recht schnell zum  gemütlichen Teil übergehen können.
Nach längerer Planung, bei der unser damaliger 1. Vorsitzender Norbert  Plaar die treibende Kraft war, war es im Juli 1986 so weit. Der erste  Spatenstich!
Nach anfänglicher Begeisterung verringerte sich der Kreis der  vereinseigenen "Bauarbeiter" mit fortschreitender Bauzeit. Spätestens  hier wurde uns klar, dass die von uns angestrebte Bauzeit von rund 2  Jahren wohl etwas zu optimistisch war.
Nachdem wir die Bauunternehmung Gbr. Schmidt mit dem Rohbau des Kellergeschosses beauftragt hatten, ging es wieder voran.
Bei der Errichtung des Rohbaus ab Kellerdecke war unser Mitglied Erwin  Wink maßgeblich beteiligt. Ohne seine Kenntnisse wären wir hier arg ins  Schleudern gekommen.
   
   Lieber Erwin, hierfür möchten wir uns nochmals ganz herzlich bei Dir bedanken.
Eine größere Sache war auch die Einrüstung des Neubaus, die unter der  Regie von Albert Kubat und Ewald Feldhäuser erfolgte. Euch beiden  unseren herzlichen Dank.
Nachdem das Dachgebälk von einer Zimmerei aufgeschlagen war, kam  wieder eine Sternstunde des Vereins: an einem Samstag trafen sich fast  ein Drittel aller "13er" und deckten innerhalb dieses Tages das Dach ein  (bis heute scheint es auch noch dicht zu sein!).
     
   Jetzt feierten wir erstmal Richtfest!
   
   Nun ging es an den Innenausbau. Die Elektroarbeiten wurden von unserem  Mitglied Rainer Lifka fachmännisch ausgeführt. Für deinen Einsatz,  lieber Rainer, bedanken wir uns recht herzlich.
Nachdem der Heiz- und Warmwasserkessel im Erdgeschoss von der Firma  Meurer installiert war, übernahm unser Mitglied Peter à Campo die  weiteren Installationen im Gebäude. Auch hierfür bedanken wir uns  herzlich.
Nach Putz- und Estrich-Arbeiten schlug die Stunde für Wolgang Maier,  der cirka 500 qm Boden- und Wandfliesen verlegte. Bei ihm müssen wir uns  heute ganz besonders bedanken [...].
Damit unser Vereinsheim eine gemütliche Atmosphäre bekommt, wollten  wir unbedingt eine Holzdecke. Nach einer Sammelaktion, bei der einige  Mitglieder tief in die Tasche griffen, konnte das Material gekauft  werden. Die Montage der Holzdecke war dann das Werk unseres Mitglieds  Rolf Hettrich, unseres Ehrenvorsitzenden Walter Pohl und des  "Alt-Platzwartes" Heinz Klerner. Herzlichen Dank an Euch.
   
   Danach fanden sich immer wieder Mitglieder, die tapeziert, gemalt und geputzt haben.
   
     Nach Abschluss eines Vertrages mit der Binding-Brauerei wurde die  Inneneinrichtung des Vereinsheims geliefert. So konnten wir am  15.11.1989 die erste Jahreshauptversammlung im eigenen Heim durchführen.
   
   Liebe Gäste, ich komme nun langsam aber sicher zum Ende meiner Rede.  An deiser Stelle möchte ich nochmals betonen, dass uns dieses  Bauvorhaben ohne die Mitwirkung und Unterstützung einiger Schiersteiner  Unternehmen wohl nicht gelungen wäre. Ich bedanke mich deshalb ganz  besonders bei den Firmen Krebs KG, Dow Corning, Trepel und der Hamburger  Spedition.
Den Mitarbeitern der städtischen Ämter gilt unser Dank für Ihre  Unterstützung und die gute Zusammenarbeit. Zum Schluss noch ein  Dankeschön an unseren Platzwart Klaus Bischoff, der allzeit Anlaufstelle  für Firmen und Helfer war.
Sollte ich noch jemanden vergessen haben, bitten wir um Entschuldigung.
     
   [...]
   
Vielen Dank.                              
               
2013 Das 100jährige Jubiläum

Lesen Sie hierzu unsere Festschrift Teil 1 und 2 als PDF-Dateien auf dieser Seite zum herunterladen
Mehr über unsere 100 Jahrfeier finden Sie unter: 100 JAHRE SVS 13 folgende
 
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Update: 16.10.2017
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